Elektrische Betriebsmittel

Die Prüfung der Geräte nach BGV A3 soll Sie vor der Haftung bei Unfällen, verursacht durch defekte Elektrogeräte, und damit vor immensen wirtschaftlichen Schäden schützen. So z.B. schließen Brandschutzversicherungen eine Haftung aus, wenn Ihre Betriebsstätte oder Teile davon durch einen Brand zerstört werden, der von einem nicht geprüften Elektrogerät verursacht wurde! Desweiteren schützt die BGV A3 Personen in Ihrem Betrieb vor den Gefahren, die von defekten elektrischen Betriebsmitteln ausgehen.

Aus diesem Grund ist die Wiederholungsprüfung aller Elektrogeräte in Ihrem Betrieb nach BGV A3 seit dem 01.04.1979 (alt: VBG 4 bzw. BGV A2) Pflicht.
Im Schadenfall muss der Eigentümer den einwandfreien Zustand der elektrischen Geräte nach VDE dem Versicherer und der Berufsgenossenschaft nachweisen, ansonsten schließen die Berufsgenossenschaften eine Haftung aus, wenn Personen durch ungeprüftes Gerät dauerhaft zu Schaden oder gar zu Tode kommen.
Verstöße gegen die Vorschriften oder Nichteinhaltung der Vorschriften werden außerdem mit einer Geldbuße bis zu 10.000 EURO geahndet. Der Gesetzgeber hat diese Vorschrift in das siebte Sozialgesetzbuch (SGB VII) übernommen (§ 209 Abs. 1 Nr. 1 SGB VII). Um Schadenfälle zu vermeiden, lassen Sie Ihre Geräte von uns als unabhängige Stelle prüfen.
Der Nachweis unserer Prüfprotokolle entbindet Sie von der Haftung!


Die Kosten für eine Prüfung sind weitaus geringer als die Kosten für die Haftung bei einem Schaden!

Wir führen die Prüfungen auf der Grundlage der Unfallverhütungsvorschrift BGV A3 durch für:

.: Elektrische Betriebsmittel nach DIN VDE 0701 Teil 1 Ausg. 2000-9, Teil 200
.: Geräte und Einrichtungen der Informationstechnik nach DIN VDE 0701 Teil 240
.: bei Wiederholungsprüfungen nach DIN VDE 0702 (BGV A3) neue 0702:2005 ab 01.01.2005 gültig
.: elektromedizinische Geräte nach DIN VDE 0751

Was wird geprüft?

1.) Ortsveränderliche Geräte und Maschinen.

Zu diesen Geräten und Maschinen gehören:
Monitore, Rechner, Kaffeemaschinen, Haartrockner, Lampen, Bohrmaschinen, Schwingschleifer, Kopierer, Netzteile, Verlängerungsleitungen, Mehrfach -Steckdosen, Pflegebetten, Faxgeräte, Drucker, Laborgeräte usw.

2.) Ortsfeste Anlagen.

Stromverteilungen, Schaltschränke, Steckdosen, Unterverteilungen, Einbaubeleuchtungen, elektrische Gebäudeinstallationen, Sicherungen, usw.

3.) Ortsfeste Maschinen.

Industrieöfen, Drehbänke, Fräsautomaten, Roboter, Lackieranlagen, Fertigungsstrassen, Pressen, Wuchtmaschinen, Automaten, Prüfstände usw.

Wie wird geprüft?

1. Sichtprüfung

Mit der Sichtprüfung wird festgestellt, dass beim Prüfling keine äußeren sicherheitsrelevanten Mängel vorliegen. Hierbei wird der Zustand, die Zugentlastung und der Biegeschutz der Anschlussleitung durch Besichtigung und Handprobe überprüft.

2. Elektrische Prüfung

In Abhängigkeit vom jeweiligen Prüflingstyp und der Schutzklassenzuordnung werden folgende Messungen mit einem zugelassenen Prüfgerät durchgeführt:

.: der Widerstand des Schutzleiters.
.: der Widerstand der Isolation.
.: der Ersatzableitstrom.
.: der Berührungsstrom.
.: der Schutzleiter- bzw. Differenzstrom.

3. Funktionsprüfung

Nach den Messungen und Sichern der gemessenen Daten kann eine Funktionsprüfung erfolgen.

4. Beurteilung

Die Prüfung gilt als bestanden, wenn alle erforderlichen Teilprüfungen erfolgreich abgeschlossen sind. Bei bestandenerPrüfung wird eine Prüfplakette erteilt und aufgeklebt. Gegebenenfalls erhält der Prüfling noch einen Barcode zur eindeutigen Identifizierung des Gerätes. Ein entsprechendes Protokoll wird erstellt und archiviert. Bei festgestellten Mängeln darf das Gerät in diesem Zustand nicht weiter verwendet werden und muss entsprechend DIN VDE 0701 repariert werden.

5. Prüfintervalle

Die Richtwerte für die Prüffristen elektrischer Betriebsmittel sind im § 5 der Durchführungsanweisung zur BGV A3 festgelegt!

6. Rechtliche Bedeutung der Messprotokolle.

Die rechtliche Bedeutung von Mess- und Prüfprotokollen ist für den Betreiber einer elektrischen Anlage spätestens dann von Wichtigkeit, wenn es zu einem Unfall mit dem geprüften Gerät kommt. Wird der Verantwortliche in einen Personen- oder Schadensprozess verwickelt, muss er nachweisen, dass er seinen Sorgfaltspflichten nachgekommen ist. Sollte er dies z.B. anhand eines Prüfprotokolls nachweisen können, so ist eine strafrechtliche Verurteilung trotz des Unfalls so gut wie auszuschließen. Zur eigenen Absicherung ist es daher unerlässlich, dass die durchgeführten Wiederholungsprüfungen an den elektrischen Geräten und Anlagen in einem Prüfprotokoll festgehalten werden.
Unsere Messprotokolle sind Beweisurkunden für die Durchführung der BGV A3 Prüfungen.

Wir erstellen Ihnen gerne ein individuelles, kostenloses Angebot für Prüfungen nach BGV A3 inklusive Dokumentation und Gerätekennzeichnung!